Forschung
Neben seiner Tätigkeit im Ingenieurbüro ist der Büroinhaber an der Leuphana Universität Lüneburg im Forschungsprojekt „Klimaneutraler Campus“ tätig. Dieser Bereich führt Interessierte an das Thema, die Aufgabenstellung und den Fortschritt der anstehenden Doktorarbeit heran.
Leuphana Universität Lüneburg
Die Leuphana Universität Lüneburg beschäftigt sich in der Fakultät Nachhaltigkeit unter anderem mit den Nachhaltigkeitsfragen im Bereich Energie: Wie können wir Energie am besten nutzen? Was muss man tun, um ein Gebäude oder ein ganzes Quartier energetisch optimal zu betreiben? Wie kann Energie nutzbar gespeichert werden?
In verschiedenen Forschungsprojekten beschäftigen sich Wissenschaftler der Leuphana mit diesen Themen. In dem Projekt „Klimaneutraler Campus“ betreuen Forschungskollegen und der Büroinhaber unterschiedliche Maßnahmen, die seit 2014 zur Klimaneutralität des Campus geführt haben.
Im Bereich der Bestandsgebäude wurden hierfür energetische Sanierungsmaßnahmen durchgeführt und eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 650 kVP installiert. Ein weiterer Baustein ist der Neubau des Zentralgebäudes, das in einem integralen Planungsprozess zu einem energetisch sehr guten Gebäude wurde.
Klimaneutraler Campus
Hier soll in den nächsten Wochen und Monaten eine Beschreibung des Gesamtprojektes des klimaneutralen Campus entstehen.
Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg
Das Zentralgebäude ist als Campus-Projekt in die „Forschung für Energieoptimiertes Bauen“ (EnOB) aufgenommen. Der folgende Text ist die offizielle Projektbeschreibung der EnOB-Homepage.
Die Leuphana Universität Lüneburg plant die Verwirklichung eines klimaneutralen Campus an der Scharnhorststraße. Im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojekts „Sustainable University“ kommt dabei dem neuen Zentralgebäude eine Schlüsselrolle zu. Die Leuphana will im Bereich der nachhaltigen Energiebewirtschaftung ihre Vorbildfunktion wahrnehmen und regional wie überregional Impulse setzen.
Im Zentrum der Energieeffizienz steht die Minimierung des Energieeintrags durch Infiltrations- und Transmissionswärmeverluste — erreicht durch verbesserte Ausrichtung, Öffnungsverteilung und ein optimales A/V-Verhältnis. Fassadenseitige Büros werden über die Fenster natürlich belüftet; die große Speichermasse ermöglicht die Nachtauskühlung über motorisch betriebene Fensterflügel, Oberlichter kühlen die großen Multifunktionsflächen frei. Innenliegende Räume werden mechanisch belüftet — mit Wärmerückgewinnung, frequenzkommutierten Motoren und großen Schachtquerschnitten. Alle Massivdecken sind über Betonkerntemperierung zum Heizen und Kühlen integriert.
Zentrum der technischen Energieeffizienz bildet die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) unter Nutzung der Wärmeüberschüsse für die Gebäudekühlung aus der Absorptionskältetechnik, die Kältepufferspeicherung im Sprinklertank, die Bedarfsdeckung anderer Gebäude auf dem Campus und die Wärmespeicherung im Erdreich, mit der die saisonalen Bedarfsschwankungen ausgeglichen werden sollen. Die Beleuchtung wird tageslicht- und präsenzabhängig gesteuert, anfallendes Regenwasser wird für WC-Spülung und Außenbewässerung genutzt. Der Energiebedarf wird durch Biogas in KWK, Erdwärme und solare Energie zu 100 % aus erneuerbarer Energie gedeckt.
Integrale Planung
Hier soll in den nächsten Wochen und Monaten in groben Zügen das Dissertationsthema des Büroinhabers beschrieben werden.
Aquiferspeicher
In Verbindung mit dem Campus, dem Wohngebiet Bockelsberg und dem neuen Zentralgebäude wird die Machbarkeit zur Nutzung eines Aquiferspeichers für Wärme in einem kaskadierten Wärmenetz erforscht.
Hier soll in den nächsten Wochen und Monaten eine Beschreibung des Projektes „Aquiferspeicher“ entstehen.
